VTX-Sender
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FPV-Videosender (VTX): DJI O4, Walksnail, HDZero und analog
Ein Videosender wandelt das Kamerasignal in das Funksignal um, das von den FPV-Brillen empfangen wird. Die Wahl hängt von drei technischen Kriterien ab: Latenz, tatsächliche Auflösung beim Flug und zusätzliches Drohnengewicht. Diese Kategorie umfasst die vier verfügbaren Systeme: DJI O4 Digital, Walksnail Avatar HD Digital, HDZero Digital und klassisches Analog.
DJI O4: Der digitale Hochreichweite-Standard
Die O4 Air Unit kodiert bis zu 1440×1080 bei 60 Bildern pro Sekunde mit konfigurierbarem Durchsatz bis 40 Mbps. Im Low-Latency-Modus sinkt die Anzeigeverzögerung auf etwa 15 ms – ein Niveau, das mit reinem Analog konkurriert. DJI gibt bis zu 20 km Reichweite für die Air Unit und 40 km für die Pro-Version an – Werte, die in freiem Gelände ohne Hindernisse erreicht werden. Im städtischen oder bewaldeten Einsatz fällt die praktische Reichweite normalerweise unter 5 km.
Walksnail Avatar HD: Der Bild-Kompromiss
Das Walksnail Nano VTX Modul wiegt etwa 4,7 g und eignet sich daher für leichte Builds in 3- bis 5-Zoll-Größe. Im P-Modus (720p60) liegt die gemessene Latenz bei etwa 28 ms; im Q-Modus (1080p60) steigt sie auf 40–50 ms je nach Firmware-Version. Dies ist der richtige Kompromiss, wenn Bildqualität wichtiger ist als Reaktionszeit – etwa beim gefilmten Freestyle statt bei Zeitrennen.
HDZero: Latenz vor Auflösung
HDZero kodiert in 720p60 mit einer Latenz von etwa 18–20 ms – der niedrigsten aller digitalen Marktlösungen. Der Nachteil ist eine kürzere Reichweite von etwa 1–2 km im realen Einsatz, was genau dem Gelände eines FPV-Rennens entspricht. Dies ist die Wahl für Piloten, die Flug-Reaktivität der Aufzeichnungsqualität vorziehen.
Analog: Keine Latenz, begrenzte Auflösung
Ein analoger VTX sendet ein CVBS-Signal in 480 Zeilen (PAL oder NTSC je nach Kamera) ohne digitale Kodierung oder Dekodierung. Die Anzeigeverzögerung ist praktisch null – unter einer Millisekunde – weshalb viele Rennpiloten dieses Format trotz deutlich schlechterer Bildqualität bevorzugen.
Französische Vorschriften: 25 mW und obligatorische Doppelsteuerung
Das 5,8-GHz-Band, das von allen diesen Sendern genutzt wird, ist in Frankreich auf 25 mW Strahlungsleistung begrenzt – im Vergleich zu 500 mW bis 1 W in anderen Ländern wie den USA. Den VTX über dieses Limit hinaus einzustellen bedeutet einen Verstoß, unabhängig von der tatsächlich im Flug erreichten Reichweite.
Das Fliegen im FPV-Modus erfordert auch Doppelsteuerung: Der Pilot mit der Brille muss von einem Assistenten begleitet werden, der die Drohne jederzeit übernehmen kann – außer auf einem zertifizierten FPV-Gelände. Diese Pflicht gilt für jeden gewählten Sender, digital oder analog.
So wählen Sie Ihren Videosender
- Zeitrennen auf bekanntem Kurs: HDZero oder Analog – Latenz schlägt Reichweite
- Freestyle und Langstrecken-Erkundung: DJI O4 für Reichweite und Bildqualität
- Videoaufnahme für Schnitt: Walksnail Avatar HD für beste 1080p-Qualität
- Ultra-leichter Build (unter 100 g): Nano-Module bevorzugen, unter 5 g
Empfängergehäuse und Brille müssen mit dem gewählten System kompatibel sein: Ein DJI O4 Modul benötigt einen O4-Empfänger, ein HDZero Modul funktioniert nur mit einem HDZero-Empfänger. Die Kompatibilität vor dem Kauf zu überprüfen vermeidet das häufigste Problem bei Piloten, die das System mid-Season wechseln.