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868-MHz-Reichweite: Komponenten zur Überwindung der 2,4-GHz-Grenzen
Ein klassisches 2,4-GHz-System funktioniert normalerweise zwischen 2 und 4 km je nach Umgebung, Sendeleistung und Bodenhindernissen. Der Wechsel zu 868 MHz ändert die Spielregeln: Dieses Niederfrequenzband durchdringt Laub und Gelände besser, mit angegebenen Reichweiten zwischen 15 und 40 km je nach Antennenkonfiguration und Fernsteuerungsleistung. Dies ist das Band, das von Langstrecken-Systemen wie TBS Crossfire gewählt wird, das seit seiner Einführung 2016 zur Marktstandard geworden ist.
TBS Crossfire: Funktionsweise und erforderliche Komponenten
Crossfire funktioniert als Paar: ein TX-Modul auf der Fernsteuerung (CRSF-Protokoll, serielle Verbindung) und ein RX-Empfänger an Bord des Modells. Das 868-MHz-Band (Europa) oder 915-MHz-Band (USA) erlaubt geregelte Sendeleistungen von 25 mW im Standardbetrieb, erweiterbar auf 100 mW oder 1 W je nach Version und lokaler Gesetzgebung. Der Downlink-Telemetrie-Datensatz ermöglicht das Abrufen der Batteriespannung im Flug, der RSSI-Signalstärke und mit einem zusätzlichen GPS-Modul der Position des Modells.
- Crossfire-TX-Modul: im JR-/Modulfach der Fernsteuerung zu installieren, Stromversorgung 4,5-9V
- Crossfire Nano oder Diversity RX-Empfänger: Das Diversity-Modell integriert zwei Antennen, um Signalverluste in engen Kurven zu minimieren
- 868-MHz-Dipolantennen: Gewinn und Ausrichtung der Antenne beeinflussen die tatsächliche Reichweite unter nicht-freien Bedingungen direkt
Kompatible 868-MHz-Antennen und Zubehör
Die vom Hersteller angegebene Reichweite entspricht freien Flugbedingungen, direkter Sichtlinie, ohne Gelände. In der urbanen oder bewaldeten Praxis kann der Verlust 40 bis 60% der theoretischen Entfernung erreichen. Die Antennenwahl ist genauso wichtig wie das Modul selbst: Eine Richtantenne gewinnt an Reichweite auf einer präzisen Achse, eine omnidirektionale Antenne erhält homogene Abdeckung, opfert aber Distanz. Für FPV-Langstrecken ergänzt eine Patch- oder Helixantenne am Video-Empfänger den 868-MHz-Radiosteuerungskanal sinnvoll.
Ein oft vernachlässigter Punkt: Die Installationshöhe der TX-Antenne auf der Fernsteuerung beeinflusst die Reichweite genauso wie ihre innere Qualität. Eine gegen das Gehäuse gelegte oder von der Hand des Piloten verdeckte Antenne verliert mehrere Kilometer effektive Reichweite im Vergleich zu einer freien Installation.
Kompatibilität mit vorhandenen Empfängern und Protokollen
Crossfires 868 MHz koexistiert mit klassischem 2,4 GHz: Der Crossfire RX gibt ein CRSF-Signal aus oder über einen Wandler PWM/SBUS, kompatibel mit den meisten Flugsteuerungscontrollern auf dem Markt. In den meisten Fällen ist ein Wechsel der gesamten Fernsteuerung nicht erforderlich: Ein TX-Modul passt in das Fach von Sendern mit JR-Schacht (Taranis, Horus, die meisten OpenTX/EdgeTX-Sender).
Auswahl je nach Verwendung
Für Nahflüge im Club reicht ein Standard-2,4-GHz-System vollkommen aus und kostet weniger. Der Wechsel zu 868 MHz ist gerechtfertigt für FPV-Langstrecken, Erkundungen oder Bergflüge, wo das Gelände das klassische 2,4-GHz-Signal lange vor den theoretischen Grenzen unterbricht. Überprüfen Sie die lokale Gesetzgebung, bevor Sie die Sendeleistung über 25 mW erhöhen: Einige Länder regulieren dieses Band streng.
